Zielsetzung

Verstehen durch Begegnung / Bulusmak – tanismak
Durch Begegnen Kennenlernen

Durchführen eines interkulturellen Kunst- / Kulturprojekts.

„Verstehen durch Begegnung“

zwischen türkischen und deutschen Künstlern in Zusammenarbeit mit dem Kunstprojekt der Lavie-Reha.

Das Projekt bringt türkische Künsler, deutsche Künstler und Menschen die sich in
psychiatrischen therapeutischen Prozessen befinden zusammen. Die Begegnung findet
statt ohne dass wir Näheres übereinander wissen. Auch werden wir uns nicht durch eine
gemeinsame Sprache begegnen. Wir gehen in diesem Projekt erstmals aufeinander zu,
lernen uns kennen und finden durch gemeinsames künstlerisches Arbeiten eine
gemeinsame Sprache. Wir werden dabei Barrieren der mündlichen Kommunikation
überwinden. Das ist bereits ein Stück gelebter Integration und Inklusion.
Der künstlerische Arbeitsprozess hat keine Vorgaben. Unser Projektraum ist
ein offenes Atelier, quasi ein Kunstlabor für jeweils eine Woche in einem
anderen Land. Labor weil wir probieren werden, weil wir produzieren und experimentieren werden und uns die Zusammenarbeit dabei inspirieren wird.
Wir gehen davon aus, dass die Auseinandersetzung mit einer anderen künstlerischen Praxis und Ästhetik auf dem Hintergrund unterschiedlicher kultureller Einflüsse zu neuen Sichtweisen führt.
Das Projekt soll langfristig angelegt sein und eine möglichst enge Kooperation mit türkischen Künstlern und Partnern entwickeln.

Künstler als interkulturelle Vorbilder

Der Umgang der Künstler mit der Welt kann in vielerlei Hinsicht Vorbild der interkulturellen Begegnung sein. Künstler begegnen dem »Material«, das sie gestalten wollen – ihrem zunächst noch unbekannten »Gegenüber« – allenfalls mit Fragen, mit ersten Motiven oder Neugier.

Niemals aber mit bestimmten Zielen und Absichten,

was sie damit oder daraus »machen« wollen. Die künstlerische Tugend des Begegnens heißt »Unbefangenheit«.

Der Maler Gerhard Richter sagt das so: »Ich … möchte am Ende ein Bild
erhalten, das ich gar nicht geplant hatte … ich möchte ja gern etwas
Interessanteres erhalten als das, was ich mir ausdenken kann«.

Das ist die Leitlinie für die interkulturelle Begegnung – eben offen und vorurteilslos
zu beginnen, hier überschneidet sich in gewisser Weise auch unser
psychotherapeutisches Vorgehen, das zumeist dann für die betroffenen Menschen geling,t wenn wir ohne Absicht und ohne eigenen Ziele handeln und uns als Fragende zur Verfügung stellen. Daraus entsteht Mut und Kraft zum eigenen, selbstbestimmten Handeln.

Das Wesentliche und Spannende an diesem Projekt?

Nicht nur Künstler, Kunststudenten und Kunstlehrende, sondern auch Menschen, die nach psychischen Erkrankungen wieder in einselbstbestimmtes Leben wollen, nehmen an diesem
Projekt teil. (s.was ist Lavie)

Wir gehen davon aus, dass die Auseinandersetzung mit einer anderen künstlerischen Praxis und Ästhetik auf dem Hintergrund unterschiedlicher kultureller Einflüsse zu neuen Sichtweisen führt.

Das Projekt soll langfristig angelegt sein und eine möglichst enge Kooperation mit türkischen Künstlern und Partnern entwickeln.

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